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In Süddeutschland gebietsweise Schneefall.

Heute im Süden gebietsweise SCHNEEFALL, kommende Nacht streckenweise GLÄTTE.


Letzte Aktualisierung: 11.03.2010, 12:58 Uhr


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Thema des Tages

Stratusdecke über Norddeutschland

Bis heute dominierte eine sich von den Britischen Inseln bis
nach Südrußland erstreckende Hochdruckbrücke das
Wettergeschehen im nördlichen Mitteleuropa und bewirkte in
Norddeutschland ruhiges, zu Dunst, Nebel oder Hochnebel
neigendes Spätwinterwetter.
Wie bei Hochdrucklagen im Winterhalbjahr üblich, hatte sich
oberhalb etwa 600 m eine markante Temperaturinversion, also
eine Umkehr des vertikalen Temperaturverlaufes gebildet.
Das bedeutet, mit zunehmender Höhe steigt die Temperatur an,
die Atmosphäre ist stabil geschichtet und vertikale
Austauschprozesse werden weitgehend unterbunden. So können sich
in der Grundschicht Kondensationskeime und Wasserdampf
anreichern. Durch nächtliche Ausstrahlung kühlt sich die Luft
unter den Taupunkt ab und der in der Luft enthaltene
Wasserdampf kondensiert. Somit bildet sich am Boden Nebel, in
der Höhe unterhalb der Inversion entstehen Schichtwolken
(Stratus) bzw. Hochnebel.
Heute früh trennte eine tief gelegene Stratusdecke, vielerorts
mit Wolkenuntergrenzen von weniger als 200 m und Obergrenzen um
600 m, eine feuchtkalte niedertroposphärische Bodenschicht von
der "freien" Atmosphäre. Dort führten Absinkprozesse zu relativ
hoher Temperatur, niedriger Luftfeuchte und guter Fernsicht.
Während gegen 06:00 Uhr in Bremen am Boden -3 °C bei knapp 4 km
Sichtweite und trübem Himmel beobachtet wurden, es in der
näheren Umgebung stellenweise neblig war, herrschten in 2000 m
Höhe +5 °C und klare Sicht.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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