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Unbeständig und etwas wärmer.

Von Südwesten her greift ein Tiefausläufer auf Deutschland über und führt wärmere Luft heran. Am Samstag von Westen her auch auf die mittleren und südlichen Gebiete übergreifend teils heftige Gewitter, Unwetter durch Starkregen und / oder größeren Hagel möglich.

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012, 11.23 Uhr

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Thema des Tages

Wochenrückblick: Wetter und Klima in Zentral- und Westafrika

In der äquatorialen Region Afrikas herrscht tropisches Klima mit
einer relativ kurzen, nicht vollständig ausgeprägten Trockenzeit,
meist zwischen Juni und September. Während der achtmonatigen
Regenzeit befindet sich die Region im Einflussbereich der sog.
Innertropischen Konvergenzzone (ITC). Darunter versteht man einen im
Laufe des Jahres den Sonnenhöchstständen folgenden, durch Konvektion
verursachten, weltumspannenden Tiefdruckgürtel.

In seinem Bereich treten, mit Schwerpunkt in der zweiten Tageshälfte,
meist von heftigen Gewittern begleitete Starkregenfälle auf, die
Zenitalregen genannt werden. Beispielsweise fielen innerhalb von
vierundzwanzig Stunden bis Montag früh 06:00 UTC in Mvengue (Gabun,
01°28'S, 013°33'E, 319 m NN) 106 L/m² (=mm) Regen, im gleichen
Zeitraum bis Mittwochmorgen in Lambarene (Gabun, 00°24'S, 010°16'E,
27 m NN) sogar 164 mm.

Geht man etwas weiter nördlich, ändern sich die Verhältnisse. Die
Trockenzeit dauert nun von November bis Februar, wenn die ITC auf der
Südhalbkugel liegt und der trockene Nordostpassat weht. Im Zeitraum
zwischen Winter- und Sommersonnenwende verlagert sich die ITC
nordwärts, im klimatologischen Mittel setzt im April an der
Guinea-Küste der Südwestmonsun ein und die Regenzeit beginnt. Bis
Dienstag früh 06:00 UTC registrierte man z.B. in Tabou
(Elfenbeinküste, 04°39'N, 007°27'W, 21 m NN) 86 mm, in Daloa
(Elfenbeinküste, 07°00'N, 006°37'W, 276 m NN) 91 mm und in Boromo
(Burkina Faso, 11°48'N, 002°52'W, 264 m NN) sogar 101 mm.

Noch weiter nördlich, in einem Streifen etwa zwischen 15°N und 25°N,
trifft man Wüstenklima an, mit ausbleibenden oder spärlichen
Niederschlägen, meist zwischen Juni und September. Neben dem
Gangestiefland in Indien herrschen dort derzeit die höchsten
Temperaturen auf der Erde, verbreitet klettert das Quecksilber auf
mehr als 40 °C. Am Montag beobachtete man in Nema (Mauretanien,
16°59'N, 007°15'W, 269 m NN) sogar 48,4 °C.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.05.2012

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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