Aktuelle Wetter- und Warnlage
Besonders in der Osthälfte etwas Schneefall, nach Westen hin Auflockerungen. Weiter hin tagsüber Dauerfrost und nachts zum Teil strenger Frost.
Mit nordöstlicher Strömung gelangt weiterhin kalte, vorübergehend aber etwas feuchtere Luft nach Deutschland. Heute greift ein Tief über der Ostsee auf Deutschland über und sorgt besonders im Osten für leichte, örtlich auch mäßige Schneefälle.STRENGER FROST: In der Nacht zu Donnerstag muss von den Alpen bis zu den Mittelgebirgen wieder verbreitet mit strengem Frost zwischen -10 und -16 Grad gerechnet werden. SCHNEE:In der zweiten Nachthälfte zieht von der Ostsee ein Schneefallgebiet in den Osten Deutschlands. Dieses zieht im Laufe des Donnerstags weiter südwärts und wird zum Abend hin den Alpenraum errecht haben. Es werden Neuschneehöhen zwischen 3 und 7 cm erwartet. WIND: Auf einigen Berggipfeln lebhafter Nordostwind mit starken bis stürmischen Böen. Donnerstag früh frischt der Wind in Ostseeküstennähe stark böig auf.
Letzte Aktualisierung: 09.02.2012, 01.58 Uhr
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Weiße Winterpracht an der Adria
Die Adria - im Sommer ein beliebtes Ziel um Sonne und Wärme zu
tanken, wenn sich Deutschland mal wieder eher verregnet und kühl
gestaltet. Aber auch in der kalten Jahreszeit zieht es den einen oder
anderen zu dem eigentlich milden Mittelmeerklima.
Doch wie sieht es jetzt aus? In vielen Regionen dort liegt mehr
Schnee als in Deutschland, wenn man mal von unseren Mittelgebirgen
und den Alpen absieht.
Rimini, eigentlich ein Garant für mildes Klima und Dolce Vita meldet
heute (Mittwoch) 10 cm Gesamtschneehöhe. Dies mag sich nicht viel
anhören, doch es ist eigentlich eher selten, dass sich eine
Schneedecke direkt an der Adria ausbildet. München hat im Vergleich
dazu "nur" 7 cm.
Doch wie kommt es dazu, dass an der Adria mehr Schnee liegt, als in
dem deutlich nördlicher liegendem Deutschland?
Schuld daran ist die Großwetterlage, die auch Deutschland fest in
ihrem Griff hält. Gemeint ist unter anderen ein sehr mächtiges Hoch
(DIETER) über Westsibirien, dass kalte und auch trockene
Kontinentalluft über Deutschland und Frankreich bis zum noch warmen
Mittelmeer transportiert hat. Die kalte und trockene Kontinentalluft
konnte sich dort mit Wasserdampf anreichern. Weiterhin hat sich dort
ein Tief (Luftströmung entgegen dem Uhrzeigersinn) gebildet, das nun
die feuchte, aber immer noch relativ kalte Luft wieder zum Festland
transportiert. Die Folge ist, dass es selbst in den küstennahen
Mittelmeerregionen, wie der Adriaküste sehr kräftig geschneit hat.
Indes ist das Tief etwas weiter ostwärts gezogen und hat auch
Griechenland und Bulgarien erreicht. Eingeschneite Straßen und
eingeschränkter Flugverkehr lauten nun von dort die aktuellen,
eigentlich eher untypischen Meldungen.
Aber auch uns hat das Mittelmeertief Neuschnee beschert. Gestern
gelangte etwas feuchtere Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland
und sorgte bei mäßigem bis strengem Dauerfrost verbreitet für eine
dünne Neuschneedecke.
Und diese wird sich wohl auch noch einige Tage halten, denn eine
deutliche Milderung, mit der sich verbreitet Tauwetter einstellen
könnte, ist erstmal nicht in Sicht.
Dipl.-Met. Christina Speicher
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.02.2012
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