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Latest and Interesting News

Phänologie im Deutschen Wetterdienst

Vegetation nach langem Winter noch deutlich zurück

Phänologie
Offenbach, 19. März 2010 – Für die Meteorologen hat der Frühling zwar schon am 1. März begonnen, astronomisch gesehen ist es jedoch erst am 20. März, um 18.32 Uhr soweit. Davon unbeeindruckt geht die Natur in jedem Fall eigene Wege: Aufgrund des langen Winters ist die Entwicklung der Vegetation derzeit in Deutschland gegenüber dem Soll um etwa zwei Wochen zurück.



Paralympische Winterspiele 2010

Flagge Canada
Aktuelle Wetterinformationen des Kanadischen Wetterdienstes für die Austragungsorte der Paralympischen Winterspiele (12.-21.03.2010).

The current weather in Germany

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Aktuelle Wetter- und Warnlage

Im Norden und in der Mitte Deutschlands etwas Regen.

Heute vor allem in Küstennähe sowie in höheren Lagen auffrischender südwestlicher Wind, in exponierten Lagen STÜRMISCHE BÖEN möglich.


Letzte Aktualisierung: 19.03.2010, 10:33 Uhr


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Topic of the day

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Frühling im Kalender

Am Samstag, dem 20. März 2010, um 18:32 Uhr Mitteleuropäischer
Zeit (MEZ), überquert die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn
durch den Tierkreis (Ekliptik) den Himmelsäquator in nördlicher
Richtung. Auf der Nordhalbkugel markiert dies den
Astronomischen oder Kalendarischen Frühlingsbeginn, auf der
Südhemisphäre beginnt der Herbst.
Die Sonne kulminiert erstmals in diesem Jahr über dem Äquator
im Zenit. Sie steht im Frühlingspunkt, auch Widderpunkt
genannt, der sich heutzutage im Sternbild der Fische (Pisces)
befindet. Das war nicht immer so, denn bei ihrer Festlegung vor
ca. 2000 Jahren stimmten die Abschnitte des Tierkreises (sog.
Tierkreiszeichen) noch mit den entsprechenden Sternbildern
überein. Ursache für die Wanderung des Frühlingspunktes ins
Sternbild der Fische ist die Präzession der Erde, eine durch
äußere Kräfte hervorgerufene Lageveränderung ihrer
Rotationsachse. Sie bewirkt ein Zurückweichen des
Frühlingspunktes um ca. 50 Winkelsekunden pro Jahr, was seitdem
eine Verschiebung von etwa 28 Winkelgraden ausmacht.
Am Frühlingsanfang geht die Sonne näherungsweise überall auf
der Erde im Osten um 06:00 Uhr wahrer Ortszeit auf und im
Westen um 18:00 Uhr unter. Näherungsweise, denn verschiedene
Tatsachen der Himmelsmechanik bewirken ein Abweichen von
geometrischen Idealformen. Des Weiteren wird zur Definition des
Frühlingsbeginns (Schnittpunkt zwischen Ekliptik und
Himmelsäquator) der Mittelpunkt der Sonnenscheibe verwendet,
beim Sonnenauf- und Untergang über dem Horizont aber zählt die
Sonnenoberkante. Somit ist der lichte Tag am kommenden Samstag
schon etwas länger als die Nacht. Die Brechung des
Sonnenlichtes an den unteren Atmosphärenschichten, die eine
scheinbare Anhebung der Sonnenscheibe bewirkt, verstärkt diesen
Effekt noch. Wahrscheinlich fand die eigentliche
Tagundnachtgleiche (lat. Äquinoktium) in diesem Jahr bereits am
17. oder 18. März statt.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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