Aktuelle Wetter- und Warnlage
In der Mitte und im Nordwesten zunächst noch viele Wolken, kaum
Regen, sonst zunehmende Auflockerungen.
Die eingeströmte Meeresluft gelangt allmählich unter
Hochdruckeinfluss. Dabei gibt es heute in der Mitte und im
Süden noch starke Bewölkung, und vereinzelt regnet es im
Mittelgebirgsraum noch etwas. Am Dienstag zieht eine schwache
Front über den Norden Deutschlands. Dabei ist abgesehen von
FRÜHNEBELFELDERN nicht mit warnrelevanten Wetterereignissen zu
rechnen. Zur Wochenmitte setzt am Rande eines Hochs über
Osteuropa Warmluftzufuhr ein.
Letzte Aktualisierung: 22.03.2010, 14:57 Uhr
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Des Einen Freud' ...
Es deutete sich ja seit Tagen an, nun scheint es gewiss. Die
großräumige Druckkonstellation - hoher Luftdruck über Osteuropa
und dem östlichen Mitteleuropa, ein Tiefdruckkomplex über dem
Atlantik und Westeuropa - bringen mit südlicher Strömung die
Warmluftpumpe, und somit den Frühling in Deutschland in Schwung.
Dabei zieht am Dienstag zunächst noch eine schwach ausgeprägte
Front über den Norden Deutschlands hinweg, während sich im
Süden die Sonne bereits häufiger zeigt. Am Mittwoch dürfte es
dann Frühlingswetter für alle geben. Dank Luftzufuhr aus
mediterranen Regionen dürften die Temperaturen dann verbreitet
über 15 Grad liegen, in der Mitte und im Süden ist die 20-Grad-
Marke in Sichtweite oder wird sogar gebietsweise übersprungen.
Lediglich ganz im Norden und Nordosten, vor allem aber dort, wo
der Südostwind zuvor noch kaltes Wasser überstreicht, wie
beispielsweise an der Küste Ostholsteins (Lübecker Bucht), wird
es wohl mit den Frühlingstemperaturen etwas eng. Dazu gibt es
in weiten Landesteilen viel Sonnenschein, der nach Norden hin
allerdings dank hoher Wolkenfelder etwas gedämpft und milchig
daherkommt.
Am Donnerstag verschiebt sich das Hoch-Tiefmuster etwas weiter
nach Osten. Damit können die Wolken des Tiefdruckkomplexes über
dem Atlantik von Frankreich her auch den Westen Deutschlands
erreichen. So sind dort im weiteren Tagesverlauf einzelne
Schauer oder vielleicht auch mal ein Gewitter nicht
auszuschließen. Sonst bleibt es aber zunächst freundlich und
für alle sehr mild.
Wie so vieles im Leben, hat auch das von vielen ersehnte
Frühlingswetter zwei Seiten. Denn die Natur, bislang vom langen
und kalten Winter gebremst, holt nun rasch auf, und die bislang
zurückhaltenden Blütenpflanzen entlassen binnen kurzer Zeit
große Mengen an Pollen in die Luft. Die Leidenszeit der
Allergiker ist in vollem Gange und wird um die Wochenmitte
herum wohl einen neuen Höhepunkt erreichen. Immerhin ist hier
Abhilfe in Sicht - der atlantische Tiefdruckkomplex wird sich
zum Ende der Woche hin nach Europa hineinschieben und somit dem
Frühling und dem Pollenflug einen gehörigen Dämpfer verpassen.
So haben beide Gruppen, Frühlingsliebhaber und
Pollenallergiker, etwas, worauf sie sich freuen können.
Dipl.-Phys. Ansgar Engel
Deutscher Wetterdienst
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