Aktuelle Wetter- und Warnlage
Teila wolkig, teils heiter und weitgehend trocken. Mild. Im
höheren Bergland teils stürmische Böen.
Mit einer südwestlichen Luftströmung, dabei in Gipfellagen mit
noch möglichen STURMBÖEN, fließt unter Hochdruckeinfluss milde
Luft nach Mitteleuropa.
Letzte Aktualisierung: 17.03.2010, 06:56 Uhr
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Niederschläge in den Tropen und Subtropen
Kurz vor der nordhemisphärischen Frühjahrstagundnachtgleiche,
steht die Sonne in diesen Tagen in den Gebieten knapp südlich
des Äquators mittags im Zenit. Dort verläuft derzeit die sog.
Innertropischen Konvergenzzone (ITC), ein im Laufe des Jahres
den Sonnenhöchstständen folgender, durch Konvektion und
vertikalen Massenabfluß verursachter, weltumspannender
Tiefdruckgürtel. In seinem Bereich treten, mit Schwerpunkt in
der zweiten Tageshälfte, meist von heftigen Gewittern
begleitete Starkregenfälle auf, die Zenitalregen genannt werden.
Weiter südlich geht die Regenzeit allmählich zu Ende. Dennoch
wurden vielerorts noch beträchtliche Niederschlagsmengen
registriert.
Asien: Im Bereich des südostasiatischen Archipels bekam die
Station Palembang (Sumatra, Indonesien, 02°50'S, 104°32'E,
10 m ü. NN) in vierundzwanzig Stunden bis heute 00:00 UTC
68 L/m², in Pekan Baru (Sumatra, 00°40'N, 101°22'E, 31 m ü. NN)
waren es 64 mm und in Sibu (Borneo, Malaysia, 02°26'N, 111°45'E,
31 m ü. NN) 63 mm.
Afrika: An der Bucht von Benin beginnt nun mit kräftigen
Niederschlägen die Regenzeit. Innerhalb von vierundzwanzig
Stunden bis heute früh 06:00 UTC beobachtete man in Save
(Benin, 08°06'N, 002°26'E, 199 m ü. NN) 72 mm, in Bohicon
(Benin, 07°17'N, 002°26'E, 199 m ü. NN) 61 mm. Im südlichen
Afrika neigt sich die Regenzeit ihrem Ende entgegen. Gewittrige
Regenfälle bescherten der Station Tsumeb nahe Grootfontain
(Namibia, 19°13'S, 017°33'E, 1311 m ü. NN) noch einmal 89 mm.
Südamerika: Schwere Gewitter mit sintflutartigen Regengüssen
gab es im Bereich des Iguaçu im Dreiländereck zwischen
Argentinien, Brasilien und Paraguay. Bereits bis gestern
12:00 UTC fielen innerhalb von vierundzwanzig Stunden in
Concepción (Paraguay, 23°22'S, 057°23'W, 74 m ü. NN) 141 mm, in
Guarani (Paraguay, 25°23'S, 054°46'W, 236 m ü. NN) 139 mm und
in Iguaçu Aero (Argentinien, 25°41'S, 054°24'W, 270 m ü. NN)
133 mm Regen in die Messbecher.
Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale