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Klimawandel: Steigende Durchschnittstemperaturen und mehr heiße Tage

Allgemeiner Erwärmungstrend zwingt zur frühzeitigen Anpassung an extreme Wetterereignisse

Offenbach, 2. September 2010 – Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sehen die Prognosen der Klimaforschung durch die Entwicklung der Wetterdaten bestätigt. Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Aller Voraussicht nach wird ihre Anzahl und Intensität weiter ansteigen.

Zur vollständigen Pressemitteilung: www.dwd.de/presse


The current weather in Germany

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Aktuelle Wetter- und Warnlage

Teils heiter, teils bewölkt, nur vereinzelte Schauer. 15 bis 20, im Südwesten bis 24 Grad.

Am Rande eines Hochs über Nordwesteuropa gestaltet sich der Wetterablauf bis auf weiteres ruhig ohne nennenswerte Störungen. Tagsüber stehen keine warnwürdigen Wettererscheinungen auf der Karte. Kommende Nacht muss wieder mit NEBELFELDERN und lokal leichtem BODENFROST gerechnet werden.


Letzte Aktualisierung: 03.09.2010, 10:11 Uhr


Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Topic of the day

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Was macht eigentlich HELMUT ?

Genau drei volle Tage ist es nun her, da wurde an dieser Stelle
ausführlich über HELMUT gesprochen (siehe auch Archiv "Thema
des Tages" vom 31.08.2010) - nicht irgendein Helmut, nein,
HELMUT das Hochduckgebiet war das Thema.
Nun stehen wir unmittelbar vor einem Wochenende, dem ersten
seines Zeichens im September, und da stellt sich selbstredend
die Frage, was denn aus dem anfangs so trägen HELMUT denn
geworden ist und ob er vielleicht sogar geneigt ist, uns in den
kommenden Tage die Ehre zu erweisen.
Um es vorweg zu nehmen, es sieht gar nicht so schlecht aus,
auch wenn vielleicht nicht unbedingt das ganz große Kino
"Spätsommer" auf dem Programm steht. Fakt ist, dass das Hoch
seinen Schwerpunkt von Großbritannien etwas nach Norden vor die
norwegische Westküste verlagert hat. Von dort aus schafft es
HELMUT im Laufe des Wochenendes, sich peu a peu ein kleines
Stück weit gen Osten nach Skandinavien "reinzubohren", wo er
dann vielerorts für sonnenscheinreiches und trockenes Wetter
sorgt, ohne dass es aber überdimensional warm wird. Da HELMUT
ein Herz für Deutschland hat, bleibt auch bei uns noch etwas
übrig von der Wirkung dieses großräumigen Hochdruckgebiets. Die
Bodenströmung kippt von mehr nördlichen auf östliche
Richtungen, wodurch etwas trockenere, aber weiterhin im
überschaubaren Rahmen temperierte Luft zu uns gelangt. Nun
liegt es in der Natur der Sache, dass Wetter von uns Menschen
zwar am Boden wahrgenommen wird, die ganzen damit verbundenen
Mechanismen aber ein dreidimensionales Phänomen darstellen.
Somit ist es für den Meteorologen unumgänglich, den Blick nicht
nur auf die Bodenwetterkarte, sondern auch auf höhere
Atmosphärenschichten zu werfen. Tut man das im vorliegenden
Fall, so erkennt man am Wochenende über dem Bereich der Ostsee,
des Baltikums sowie des benachbarten Polens einen sogenannten
Höhentrog, der mit kalter Luft gefüllt ist. Als Laie muss man
sich die Sache vereinfacht so vorstellen, dass ein Trog quasi
ein deformiertes Tief in höheren Luftschichten darstellt,
welches Hebungsprozesse (also vertikal nach oben gerichtete
Luftströmungen) und somit Wolken- und Niederschlagsbildung
fördert. Wenn dabei auch noch der Temperaturunterschied
zwischen bodennaher Luftschicht und höheren Stockwerken der
Atmosphäre groß genug ist (man spricht dann von einer labil
geschichteten Luftmasse), sind gute Voraussetzungen für die
Entwicklung von Schauern oder auch Gewittern gegeben. Zwar
liegt der Schwerpunkt dieses Troges und der höhenkalten Luft
leicht ost-nordöstlich von uns, gleichwohl wird Deutschland -
dem guten HELMUT zum Trotz - mal mehr, mal weniger davon
beeinflusst.
Im Detail stellt sich die Sache am Samstag in etwa so dar, dass
sich besonders in der Osthälfte ´ne Menge Wolken tummeln, die
für den einen oder anderen Schauer, am Nachmittag vielleicht
auch für ein kurzes Gewitter gut sind. Zwar lässt sich auch die
Sonne hier und da mal blicken, wahrscheinlich beschränken sich
deren Auftritte aber auf arg limitierte Zeitfenster. Besser
sieht es diesbezüglich mit jedem Kilometer weiter nach Westen
aus, wo neben einigen Wolken zeitweise die Sonne scheint und
es im Großen und Ganzen trocken bleibt. Dort schafft es das
Thermometer auch, die 20-Grad-Marke zu überschreiten, wobei es
im Badischen und in der Südpfalz mit 23 oder 24°C am wärmsten
wird - immerhin. Davon kann man im Osten und Norden nur
träumen, reicht es doch je nach Höhenlage nur zu 14 bis
19°C.
Am Sonntag scheint vielerorts die Sonne nach einer allerdings
frischen und lokal nebligen Nacht (im Norden und Osten sowie in
Teilen der Mitte bei längerem Aufklaren Gefahr von leichtem
Bodenfrost!). Tagsüber zeigen sich dann einige Wolkenfelder
("heiter bis wolkig" - der Klassiker unter den
Wettervorhersagefloskeln), lediglich im äußersten Osten sowie
unmittelbar an den Alpen besteht eine geringe Schauerneigung.
Thermisch betrachtet bleibt der Westen und Südwesten in der
Vorhand, 19 bis 24°C stehen dort auf der Karte, während es in
der Osthälfte 16 bis 21°C werden. Dazu weht ein schwacher bis
mäßiger östlicher Wind, der mitunter leicht böig auffrischt.
Abschließend noch ein kurzer Ausblick auf den wahrscheinlichen
Werdegang in der kommenden Woche. Am Montag ändert sich kaum
etwas gegenüber Sonntag, wenn man mal davon absieht, dass es
marginal etwas wärmer wird. Ab Dienstag richtet sich die
meteorologische Aufmerksamkeit dann wieder zunehmend auf das
Geschehen westlich und südwestlich von uns. Dort formiert sich
gleich eine ganze Armada von Tiefdruckgebieten, die sich von
der Iberischen Halbinsel bis hoch nach Grönland erstrecken.
Unterstützt werden diese Tiefs von einem - man erinnere sich
(siehe oben) - Höhentrog, der dem Ganzen den Anstrich einer
Schlechtwetterzone mit Regenfällen gibt, die von Frankreich und
Benelux her auf Deutschland übergreifen und sich langsam ost-
nordostwärts vorarbeiten, wobei der östliche Wind kräftig
auffrischt. Altmeister HELMUT schlummert derweil über Finnland
und Karelien, von wo aus er allenfalls noch in der Lage ist,
Nordostdeutschland die Regengebiete einige Zeit vom Halse zu
halten. Für wie lange, weiß heute noch keiner. In dem Sinne ein
schönes Wochenende.

Dipl.-Met. Jens Hoffmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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