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Aktuelle Wetter- und Warnlage


Unbeständig und etwas wärmer.

Von Südwesten her greift ein Tiefausläufer auf Deutschland über und führt wärmere Luft heran. Am Samstag von Westen her auch auf die mittleren und südlichen Gebiete übergreifend teils heftige Gewitter, Unwetter durch Starkregen und / oder größeren Hagel möglich.

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012, 18.44 Uhr

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Wochenrückblick Zentral- und Westafrika

In der äquatorialen Region Afrikas herrscht nahezu immerfeuchtes
tropisches Klima mit einer relativ kurzen, nicht vollständig
ausgeprägten Trockenzeit, meist zwischen Juni und September. Während
der achtmonatigen Regenzeit befindet sich die Region im
Einflussbereich der sog. Innertropischen Konvergenzzone (ITC).
Darunter versteht man einen im Laufe des Jahres den
Sonnenhöchstständen folgenden, durch Konvektion verursachten,
weltumspannenden Tiefdruckgürtel. In seinem Bereich treten, mit
Schwerpunkt in der zweiten Tageshälfte, meist von heftigen Gewittern
begleitete Starkregenfälle auf, die Zenitalregen genannt werden.
Beispielsweise fielen innerhalb von vierundzwanzig Stunden bis
Montagmorgen 06:00 UTC in Mvengue (Gabun, 01°28'S, 013°33'E, 319 m
NN) 106 L/m² (= mm) Regen, im gleichen Zeitraum bis Mittwoch früh in
Lambarene (Gabun, 00°24'S, 010°16'E, 27 m NN) sogar 164 mm.

Geht man auf der Landkarte etwas weiter nördlich, gelangt man in die
wechselfeuchten Tropen und die Verhältnisse ändern sich. Die
Trockenzeit dauert nun von November bis Februar, wenn die ITC auf der
Südhalbkugel liegt und der trockene Nordostpassat weht. Im Zeitraum
zwischen Winter- und Sommersonnenwende verlagert sich die ITC
nordwärts, im klimatologischen Mittel setzt im April an der
Guinea-Küste der Südwestmonsun ein und die Regenzeit in Westafrika
beginnt. Bis Dienstag früh 06:00 UTC registrierte man z.B. in Tabou
am Atlantik (Elfenbeinküste, 04°39'N, 07°27'W, 21 m NN) 86 mm, rund
300 km landeinwärts in Daloa (Elfenbeinküste, 07°00'N, 06°37'W, 276 m
NN) 91 mm und in Boromo (Burkina Faso, 11°48'N, 02°52'W, 264 m NN)
immerhin 101 mm.

Noch weiter nördlich, in einem Streifen etwa zwischen 15°N und 25°N,
trifft man Wüstenklima an, mit ausbleibenden oder spärlichen
Niederschlägen, meist zwischen Juni und September. Neben dem
Gangestiefland in Indien herrschen dort derzeit die höchsten
Temperaturen auf der Erde, verbreitet klettert das Quecksilber auf
mehr als 40 °C. Am Montag beobachtete man in Nema (Mauretanien,
16°59'N, 007°15'W, 269 m NN) sogar 48,4 °C.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.05.2012

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