Aktuelle Wetter- und Warnlage
Heute sonnig oder wolkig und kaum noch Schneefall. Weiter Dauerfrost.
Kalte Luftmassen arktischen Ursprungs sorgen bis auf weiteres für frostige Bedingungen in ganz Deutschland.SCHNEEFALL/GLÄTTE: Vor allem im Ostseeküstenbereich noch einzelne Schneeschauer mit Neuschneemengen von 1 bis 5 cm, nur vereinzelt etwas darüber. Sonst gebietsweise nur geringe Schneefälle ohne substanziellen Neuschneezuwachs.FROST: Sonntagfrüh verbreitet strenger Frost zwischen -10 und -15 Grad, örtlich um -20 Grad oder etwas darunter. Auch tagsüber wieder überall Dauerfrost.
Letzte Aktualisierung: 05.02.2012, 02.13 Uhr
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Kälteste Nacht?
Der Winter hat uns fest im Griff. Das kräftige Hoch DIETER liegt
weiterhin mit einem Kerndruck von knapp 1060 hPa über Nordrussland
und lenkt kalte Festlandsluft nach Mitteleuropa. Zusammen mit dem
ostwärts der Azoren gelegenen Hochdruckzentrum (1040 hPa) bildet es
über Mitteleuropa eine sog. Hochruckbrücke, die lediglich durch eine
flache Ostseezyklone namens KATARZYNA gestört wird.
KATARZYNA sorgte in den vergangenen vierundzwanzig Stunden in
Deutschland strichweise für etwas Schneefall von wenigen Zentimetern.
Wesentlich höhere Schneemengen fielen unter Einfluss des
Mittelmeertiefs JULIA im Alpenraum sowie im westlichen Bereich der
Balkan-Halbinsel.
Ob nun die Nacht zum heutigen Samstag oder diejenige zu gestern am
kältesten war, ist regional unterschiedlich. In Osteuropa war es
heute früh insgesamt nicht mehr ganz so kalt, in Deutschland hingegen
wurde innerhalb des Messnetzes des Deutschen Wetterdienstes in
Oberstdorf (Oberallgäu, 813 m NN) mit -27,3 °C die bisher kälteste
Nacht dieses Winters registriert. Darüber hinaus hat sich bei uns das
nächtliche Kältezentrum von den östlichen Mittelgebirgen ins
Alpenvorland verschoben.
(Isothermenkarten der nächtlichen Tiefsttemperaturen vom 03. und
04.02.2012, 06:00 UTC, finden Sie rechts in der Rubrik "Thema des
Tages" unter [mehr]. Man beachte die fett gedruckten Linien der
-20°C- und -30°C-Isothermen.)
Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.02.2012
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