Niedersachsen im Klimawandel: Wärmer, nasser und ein höherer Meeresspiegel

19.06.2018 - Umweltminister Lies, DWD Vizepräsident Becker und Prof. Gross, Leibniz Universität Hannover präsentieren den gemeinsam erstellten Klimareport für Niedersachsen, der eine Zusammenschau der Entwicklung des Klimas in Niedersachsen seit 1881 und die voraussichtlichen Änderungen des zukünftigen Klimas bietet.

Klimareport Niedersachsen 2018  (Quelle Deutscher Wetterdienst 2018)

In Niedersachsen ist es im Mittel 1,5 °C wärmer geworden seit 1881, die Niederschlagsmenge hat sich seitdem um 15 % erhöht. Die Vegetationsperiode setzt überwiegend früher ein, insbesondere im Frühjahr um 10 bis 16 Tage eher, und sie hat sich seit 1961-1990 um knapp 20 Tage verlängert. Die Klimatische Wasserbilanz dokumentiert den Zusammenhang zwischen Verdunstung und Niederschlag; sie liegt im Jahr bei 185 mm, im Sommerhalbjahr überwiegt die Verdunstung, so dass ein negativer Wert von -70 mm auftritt. Die mittleren Windgeschwindigkeiten zeigen sich seit Ende des 19. Jahrhunderts sehr variabel von Jahr zu Jahr, sind jedoch im Mittel nicht angestiegen. Dennoch sind die regionalen Verhältnisse sehr unterschiedlich, an der Küste zeigen sich Orkanböen häufiger als im Binnenland. Der Meeresspiegel an der deutschen Küste stieg in den letzten 100 Jahren um etwa 25 cm.

Die Ergebnisse von rund 50 Klimaprojektionsrechnungen zeigen, dass bis 2050 keine deutliche Änderung des mittleren Jahresniederschlags erwartet wird. Für die Temperatur ist mit einem Anstieg um im Mittel 0,9 bis 1,4 °C bis 2050 zu rechnen, bis 2100 wird eine Zunahme um 1 bis 3,5 °C erwartet.

Zum Download des Klimareport Niedersachsen 2018

Mehr zu Klima und Umwelt auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU)