KOSTRA-DWD

KOSTRA-DWD (Quelle Panthermedia)

KOSTRA-DWD - Rasterdaten zu Niederschlagshöhen und –spenden in Abhängigkeit von der Niederschlagsdauer D und der Jährlichkeit T (Wiederkehrintervall).

KOSTRA-DWD steht für „Koordinierte Starkniederschlagsregionalisierung und -auswertung des DWD“ und wird bereits seit mehr als 30 Jahren regelmäßig erarbeitet.

Eine erste Fortschreibung mit dem Namen KOSTRA-DWD-2000 erschien im Jahr 2005. Sie basierte auf den Daten der Jahre 1951 – 2000. Eine weitere Fortschreibung der Starkniederschlagsauswertung wurde im Jahr 2016 als KOSTRA-DWD-2010 veröffentlicht. Sie beruhte auf den Daten der Jahre 1951 – 2010. Auf Anregung einzelner Landesbehörden wurde darüber hinaus im Jahr 2017 eine Revision dieses Datensatzes (KOSTRA-DWD-2010R) durchgeführt. Zwischen 2018 und 2022 wurde der Datensatz dann grundlegend überarbeitet und erneut fortgeschrieben (siehe Projekt „Methodische Untersuchungen zur Novellierung der Starkregenstatistik für Deutschland“ – MUNSTAR). Ab dem 01.01.2023 gilt nun der neue Datensatz KOSTRA-DWD-2020 mit dem Bezugszeitraum 1951 – 2020. Weiterführende Informationen zur Methodik sind in den entsprechenden Berichten zu finden (siehe rechts unter „Ergänzende Informationen“).

Im Rahmen der Starkniederschlagsauswertung wurden Niederschlagshöhen (in mm) und Niederschlagsspenden (in l/(s•ha)) berechnet. Die Berechnung erfolgte in Abhängigkeit von verschiedenen Dauerstufen (D von 5 min bis 7 Tage) beziehungsweise Jährlichkeiten (T von 1 a bis 100 a). Die Ergebnisse wurden auf ein deutschlandweites Rasternetz (je Rasterfeld rund 25 km²) übertragen.

Ein wesentlicher Anwendungsbereich für die rasterbasierte Starkniederschlagsauswertung ist die Dimensionierung wasserwirtschaftlicher Bauwerke. Dazu gehören z. B. Kanalnetze, Kläranlagen, Pumpwerke und Rückhaltebecken. Auch für die Dimensionierung von Entwässerungssystemen und Versickerungsanlagen werden sie häufig herangezogen. Mithilfe von KOSTRA-DWD ist es jedoch auch möglich, die Niederschlagshöhe starker Regenereignisse bezüglich ihrer Jährlichkeit einzuschätzen. Diese Einschätzung dient häufig der Bewertung von Schadensereignissen.

Leistungen, die im Sinne des Geodatenzugangsgesetzes zu den Geodaten gehören, werden entgeltfrei und ohne Nutzungseinschränkungen im CDC zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören seit Juli 2017 auch die KOSTRA-DWD-Rasterdaten. Der zugehörige Link ist in der nebenstehenden Link-Liste zu finden.

Es handelt sich dabei um die Datentabellen (Unterordner "tab"), ASCII-Rasterdatensätze ("asc") bzw. Vektordatensätze (Unterordner "gis") für jeweils alle 22 Standard-Dauerstufen. Zu den Datentabellen liegt im Unterordner "asc" eine Excel-Tabelle mit geografischen Bezugswerten bei. Die Vektordatensätze sind für die Verarbeitung in GIS vorbereitet und enthalten bereits Klassen- und Farbeinteilungen für alle neun Wiederkehrzeiten.

Eine ausführliche Dokumentation zu den Daten sowie eine Farbeinteilungen sind rechts unter "Ergänzende Informationen" zu finden.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um den gesamten regionalisierten Rasterdatensatz und nicht um einzelne Starkniederschlagstabellen für bestimmte Standorte handelt.

Auf Anforderung werden jedoch auch die standortbezogenen Starkniederschlagstabellen durch den DWD bereitgestellt. Die Bereitstellung ist entgeltpflichtig und beträgt mindestens 70,00 EUR zzgl. MwSt.